Wir parken das Auto an einer weiten und gut besuchten Piazza in der Ortsmitte von
Villa San Pietro, und fahren, nachdem wir den Helm aufgesetzt und die Bremsen
kontrolliert haben, sofort auf der S.S. 195 Richtung Pula.
Nach wenig mehr als 5 km biegen wir rechts auf einen Feldweg ab, der uns
auf die Strasse nach Is Molas führt, dem Tourismuzszentrum mit Golfplatz,
hinter dem wir nach rechts in den Park DCK einbiegen, den wir bis zur
Waldkaserne Piscina Manna durchfahren, von wo aus wir hinter der Schranke
eine lange Gerade nehmen, die uns an eine Weggabelung führt, deren linke
Abzweigung flach weitergeht, während wir die rechte nehmen, wo sofort eine
Steigung hochgeht, und zwar mit erheblicher Neigung. Wir sind in einem
schrecklichen Anstieg (Foto 1) von ca. 8 km, mit mittlerer Steigung von
11% und ganz wenigen ebenen Teilstrecken zum Atemholen. Es wird empfohlen,
diese Strecke gemütlich anzugehen und Kraft für den Rest der Rundfahrt
aufzusparen, die trotz ihrer mittleren Schwierigkeitsstufe anspruchsvoll
ist, vor allem in einigen Single Track-Stücken und Abfahrten, in denen
geistige Klarheit und volle Kontrolle des Rades unabdingbar sind, um die
Ausfahrt zu einem guten Ende zu bringen. Der Anstieg endet da, wo wir zur
linken ein schwindelerregendes Steingelände sehen, im Gewann "Arcu Sa Barca"
(700), von wo aus wir rechts nach einer Schranke einen ziemlich unwegsamen
Pfad nehmen, der uns nach ca. 3 km an den Fuss der "Punta Sa Cresia" (865)
(Foto2) bringt, die wir auf den letzten Metern zu Fuss ersteigen.
Beschreibung der Strecke
Hier zeigt sich uns ein faszinierendes Schauspiel: ein 360°-Panorama, das
einen grossen Teil Südwestsardiniens überschaut. Im Norden erkennen wir den
Monte Arcosu und Monte Lattias, im Süden einige Küstenstreifen und Kap Teulada,
im Nordwesten Punta Sebera und Monte Maxia in einem wahren grünen Meer an Vegetation,
das von weissen Waldwegen und den Feuerkorridoren durchzogen wird. Doch wir müssen
weiter
und nehmen die Räder, fahren eine Abfahrt hinunter, der wir an der nächsten
Wegkreuzung nach links bis zu einer weiteren Kreuzung folgen, wo wir wieder
links einen schlecht sichtbaren Single Track nehmen, der uns über den Hügel bringt.
Wir tauchen ein in eine dichte Vegetation voller Dornen!, wo wir die Füssen zu
Hilfe nehmen müssen. Nachdem wir den etwas breiteren Weg wiedergefunden haben,
befinden wir uns in einer kahlen, felsigen Gegend, die von unserer Abfahrt
durchzogen wird, die vom beeindruckenden Vorgebirge "Casteddu Carzola" (600)
bis hinunter zur "D.sa Antiogu Lai" (185) führt, mit engen Kehren und Geraden
mit starker Neigung, wo wir eine erhebliche Geschwindigkeit erreichen (Foto 3).
Ein bequemer Pfad fürht uns in die Nähe der "C.le Is Canargius", wo wir rechts
auf eine nicht asfaltierte Strasse einbiegen, die den Rio Lilloni entlang führt,
und ihn mehrmals kreuzt, und auf der wir in Sprüngen bergauf, kurzen Abfahrten
und langen Geraden unserer verbliebenen Energie freien Lauf lassen können. Der
Weg endet an der asfaltierten Strasse, die nach Villa San Pietro zurückführt,
mit einigen gemütlichen Kilometern, die wir dazu nutzen, die Beinmuskulatur etwas
zu lockern, bevor wir uns wieder ins Auto setzen.