TOUR "Is Cannoneris"
(Länge 64 km, Gesamthöhenunterschied 1230 m)
Der Marathon der drei Kasernen (wörtlich aus dem Ital.)

Allgmeine Informationen
Das Gebiet dieser Rundfahrt befindet sich im südlichen Teil des Sulcis Iglesiente, dem ausgedehnten Territorium, das praktisch den gesamten Südwesten Sardiniens einnimmt, bis hin nach Arbus. Es wird von Bergketten bestimmt, deren Gipfel weit über 1.000 m aufsteigen, unter ihnen sticht der Monte Linas mit 1.236m hervor, und von unverschmutzten Wäldern, die reich an Vegetation und einer Tierwelt sind, die in zahlreichen Schutzgebieten ungestört lebt. Die Strecke liegt auf den Gebieten der Gemeinden Pula, Sarroch und Villa San Pietro, welches entlang der S.S. 195 bei km 25,5 den Ausgangspunkt bildet. Der "Giro", wie er oft genannt wird, besteht aus einem 64 km langen, als schwierig eingestuften Rundkurs, der trotz des meist guten Terrains ziemlich anspruchsvoll ist und einen guten Trainingsstand erfordert. Ausserdem zeichnet er sich dadurch aus, dass er gut drei Wald-Stationen des "Corpo forestale" (eine Art Umweltschutzpolizei) passiert: die von "Medau Monte Nieddu", die Kaserne von "Is Cannoneris" mit ihrem Hirschgehege und die Kaserne von Piscinamanna in der Nähe des Parkes des DCK.

Fahrtenkarte

Höhenmeterprofil

Tabelle
TOUR "Gambarussa"
SCHWIERIG
Ausgangspunkt
-
Villa S. Pietro
Ausgangshöhe
m ü. M.*
35
Maximale Höhe
m ü. M.*
840
Länge
km
64
Höhenunterschied
m
1230
Anstiege
km
19
Abfahrten
km
18
Ebene (±3%)
km
27
Asfaltierte Strasse
km
12
Schotterstrasse
km
51
Wald-und Wiesenweg
km
1
Single track
km
0
Max. mittlere Neigung Anstieg
n =%**
10%
Max. mittlere Neigung Abfahrt
n =%**
11%
Zeit
ore
4-5
Karten
I.G.M.
F. 565 - sez. II
Befahrbarkeit
-
100%
Gegenrichtung
-
100%
* Meter über Meeresspiegel, ** Neigung in Prozent


Foto 1

Beschreibung der Strecke

Von unserem Ausgangspunkt Villa San Pietro (35) aus machen wir uns auf eine Exkursion, die mit Sicherheit eine der schönsten überhaupt ist. Dies nicht nur wegen der interessanten Wege und der atemberaubenden Single Tracks, sondern weil es ein relativ ruhiger Kurs ist, mit einem nicht allzu grossen Gesamthöhenunterschied, der einen nicht umbringt. Der Untergrund ist fast immer optimal und nicht asfaltiert. In einem guten Trainingszustand kann man so in 4-5 Stunden eine wunderbare Gegend befahren, die reine Luft in vollen Zügen geniessen, sowie die berauschenden Düfte und die herrliche Landschaft. Ich wage zu sagen, es ist eine Rundfahrt für echte Mountainbiker, die wahre Entspannung bringt. Von Villa San Pietro aus fahren wir eine asfaltierte Strasse entlang, die uns an die Stelle bringt, an der der Foto 2 Staudamm des Rio Monte Nieddu gebaut wird. Hier fahren wir links eine provisorische unasfaltierte Strasse ab, die die Baustelle überwindet und uns hinunter zum Fluss bringt, dem wir dann flussaufwärts folgen, mit einigen Sprüngen und verschiedenen Furten. Obwohl der Untergrund gut ist, gibt es auf dem Weg einige Abschnitte, in denen Steine aus dem Boden ragen, die uns zu schnellen Lenkmanövern und kleinen Sprüngen zwingen. Das ganze wird von einer Serie von Berggipfeln eingerahmt, die oft mit faszinierenden senkrechten Felswänden über uns drohend hängen. Bald erreichen wir die "Dispensa Porcileddu", nach der wir an einer Wegkreuzung rechts weiterfahren, wo vielleicht der Abschnitt mit dem schlechtesten Untergrund der ganzen Rundfahrt weiterführt, mit einigen Kehren und einer Zementrampe, die uns in ein kleines Tal, fast eine Schlucht, führt, die in dichte Vegetation eingebettet und von spektakulären Felsvorprüngen eingeschlossen ist, um die herum uns der Weg führt (Foto 1), bevor wir zur "Waldkaserne" Meddau Monte Nieddu kommen. Foto 3 Hier fahren wir über zwei Wegkreuzungen geradeaus weiter, um an der dritten links abzubiegen. Wir durchwaten den Rio de is Figus und überqueren eine Schranke und kommen auf eine breite nicht asfaltierte Strasse mit ziemlicher Steigung, die uns in einen Wald führt, der uns fast auf der ganzen weiteren Strecke begleiten wird. Nach einer Linkskehre geht die Strasse mit ebenen Abschnitten (Foto 2) und Anstiegen weiter, die uns dann bei "Serra Lubrosa" (450) über den Hügel führt und weiter zur Quelle "Mitza Maureddu", wo wir eine kurze Rast machen können. Nach der Weiterfahrt erwartet uns eine kurze Abfahrt bis zur Baumschule "Medau Silottu" (380), von wo aus der steilste Anstieg der Rundfahrt beginnt, gleich zu Beginn mit erheblicher Steigung, die dann etwas flacher werden, bis wir nach einigen Kilometern nach "Arcu su Lampu" kommen, das mit seinen 840 m NN den höchsten Foto 4 Punkt der Strecke darstellt. Die herrliche Landschaft, die uns umgibt, besteht aus einem Steineichenwald, in dem die Wildschweine ihre Spuren der Nahrungssuche hinterlassen, das alles unter einem Himmel, der sich schnell zuzieht und Regen verspricht (so erklärt sich auch sofort der Name dieses Ortes, "Blitzbogen"!). Wir fahren hinter einer Schranke weiter und an einer Weggabelung links zu einer kurzen, steilen und intensiven Abfahrt, die uns direkt zur Waldkaserne "Is Cannoneris" (Foto 3) bringt, wo uns die Picknicktische zu einer zweiten erholsamen Rast einladen. Wir fahren gleich links weiter, über eine Schranke, in einen Auf-und-ab-Abschnitt hinein, der durch einen herrlichen Pinienwald führt (Foto 4), um uns dann in eine atemberaubende Abfahrt zu stürzen, der uns zu einem Cuile bringt, der hier inmitten der Berge in einer wilden Natur reichlich verloren vorkommt. Hier durchwaten wir den Rio Sa Crapitta (470) und gehen die letzte anstrengende Steigung an, die uns nach "S'Arcu de is Cassadoris" (630) hochführt, von wo aus wir nach links auf dem Foto 5 Feldweg bis zur Schranke von "Arcu Sa Barca" (700) weiterfahren, hinter der wir eine der schönsten und längsten Abfahrten (ca. 8 km), die wir je gefahren sind, angehen. Es handelt sich um eine unregelmässige Serie von Geraden, schnellen Kurven und scharfen Kehren, in denen man das Hinterrad blockieren muss. Hier muss man jedenfalls sehr vorsichtig fahren, da diese Strasse von den Fahrzeugen des "Corpo forestale" und von Motorrädern und Mofas befahren wird. Deshalb halten wir uns so weit rechts als möglich, besonders in den scharfen Linkskurven (Foto 5). Die Abfahrt endet in einer langen Geraden, die zur Schranke der Kaserne "Piscina Manna" führt (120), hinter der wir sofort links abfahren, um den wunderschönen Wald des Parkes DCK zu durchqueren, an dessen Ausgang wir wieder links auf die asfaltierte Strasse von Is Molas auffahren, der bekannten Touristikeinrichtung mit dem herrlichen Golfplatz. Nach einigen Kilometern biegen wir links auf einen Feldweg ein, der uns auf die S.S. 195 auf der Höhe von Pula bringt. Von hier aus nehmen wir die Strasse, die uns ins nahe Villa San Pietro zurückbringt.
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