Von unserem Ausgangspunkt Villa San Pietro (35) aus machen wir uns auf eine Exkursion,
die mit Sicherheit eine der schönsten überhaupt ist. Dies nicht nur wegen der
interessanten Wege und
der atemberaubenden Single Tracks, sondern weil es ein relativ ruhiger Kurs ist,
mit einem nicht allzu grossen Gesamthöhenunterschied, der einen nicht umbringt.
Der Untergrund ist fast immer optimal und nicht asfaltiert. In einem guten
Trainingszustand kann man so in 4-5 Stunden eine wunderbare Gegend befahren,
die reine Luft in vollen Zügen geniessen, sowie die berauschenden Düfte und
die herrliche Landschaft. Ich wage zu sagen, es ist eine Rundfahrt für echte
Mountainbiker, die wahre Entspannung bringt. Von Villa San Pietro aus fahren
wir eine asfaltierte Strasse entlang, die uns an die Stelle bringt, an der der

Staudamm des Rio Monte Nieddu gebaut wird. Hier fahren wir links eine provisorische
unasfaltierte Strasse ab, die die Baustelle überwindet und uns hinunter zum Fluss
bringt, dem wir dann flussaufwärts folgen, mit einigen Sprüngen und verschiedenen
Furten. Obwohl der Untergrund gut ist, gibt es auf dem Weg einige Abschnitte, in
denen Steine aus dem Boden ragen, die uns zu schnellen Lenkmanövern und kleinen
Sprüngen zwingen.
Das ganze wird von einer Serie von Berggipfeln eingerahmt, die oft mit faszinierenden
senkrechten Felswänden über uns drohend hängen. Bald erreichen wir die "Dispensa
Porcileddu", nach der wir an einer Wegkreuzung rechts weiterfahren, wo vielleicht
der Abschnitt mit dem schlechtesten Untergrund der ganzen Rundfahrt weiterführt,
mit einigen Kehren und einer Zementrampe, die uns in ein kleines Tal, fast eine
Schlucht, führt, die in dichte Vegetation eingebettet und von spektakulären
Felsvorprüngen eingeschlossen ist, um die herum uns der Weg führt (Foto 1),
bevor wir zur "Waldkaserne" Meddau Monte Nieddu kommen.

Hier fahren wir über zwei Wegkreuzungen geradeaus weiter, um an der dritten links
abzubiegen. Wir durchwaten den Rio de is Figus und überqueren eine Schranke und
kommen auf eine breite nicht asfaltierte Strasse mit ziemlicher Steigung, die uns
in einen Wald führt, der uns fast auf der ganzen weiteren Strecke begleiten wird.
Nach einer Linkskehre geht die Strasse mit ebenen Abschnitten (Foto 2) und Anstiegen
weiter, die uns dann bei "Serra Lubrosa" (450) über den Hügel führt und weiter
zur Quelle "Mitza Maureddu", wo wir eine kurze Rast machen können.
Nach der
Weiterfahrt erwartet uns eine kurze Abfahrt bis zur Baumschule "Medau Silottu"
(380), von wo aus der steilste Anstieg der Rundfahrt beginnt, gleich zu Beginn
mit erheblicher Steigung, die dann etwas flacher werden, bis wir nach einigen
Kilometern nach "Arcu su Lampu" kommen, das mit seinen 840 m NN den höchsten

Punkt der Strecke darstellt. Die herrliche Landschaft, die uns umgibt, besteht
aus einem Steineichenwald, in dem die Wildschweine ihre Spuren der Nahrungssuche
hinterlassen, das alles unter einem Himmel, der sich schnell zuzieht und Regen
verspricht (so erklärt sich auch sofort der Name dieses Ortes, "Blitzbogen"!).
Wir fahren hinter einer Schranke weiter und an einer Weggabelung links zu einer
kurzen, steilen und intensiven Abfahrt, die uns direkt zur Waldkaserne "Is Cannoneris"
(Foto 3) bringt, wo uns die Picknicktische zu einer zweiten erholsamen Rast einladen.
Wir fahren gleich links weiter, über eine Schranke, in einen Auf-und-ab-Abschnitt
hinein, der durch einen herrlichen Pinienwald führt (Foto 4), um uns dann in eine
atemberaubende Abfahrt zu stürzen, der uns zu einem Cuile bringt, der hier inmitten
der Berge in einer wilden Natur reichlich verloren vorkommt. Hier durchwaten wir
den Rio Sa Crapitta (470) und gehen die letzte anstrengende Steigung an, die uns
nach "S'Arcu de is Cassadoris" (630) hochführt, von wo aus wir nach links auf dem

Feldweg bis zur Schranke von "Arcu Sa Barca" (700) weiterfahren, hinter der wir
eine der schönsten und längsten Abfahrten (ca. 8 km), die wir je gefahren sind,
angehen. Es handelt sich um eine unregelmässige Serie von Geraden, schnellen Kurven
und scharfen Kehren, in denen man das Hinterrad blockieren muss. Hier muss man
jedenfalls sehr vorsichtig fahren, da diese Strasse von den Fahrzeugen des "Corpo
forestale" und von Motorrädern und Mofas befahren wird. Deshalb halten wir uns so
weit rechts als möglich, besonders in den scharfen Linkskurven (Foto 5).
Die Abfahrt endet in einer langen Geraden, die zur Schranke der Kaserne
"Piscina Manna" führt (120), hinter der wir sofort links abfahren, um den
wunderschönen Wald des Parkes DCK zu durchqueren, an dessen Ausgang wir wieder
links auf die asfaltierte Strasse von Is Molas auffahren, der bekannten
Touristikeinrichtung mit dem herrlichen Golfplatz. Nach einigen Kilometern
biegen wir links auf einen Feldweg ein, der uns auf die S.S. 195 auf der Höhe
von Pula bringt. Von hier aus nehmen wir die Strasse, die uns ins nahe Villa
San Pietro zurückbringt.